Die Neue Monte Rosa-Hütte in Zermatt hat ab März 2010 geöffnet

08.02.2010 | Frankfurt am Main
Die "Berghütte der Zukunft" ist fertig. Nach einer Bauphase von zwei Sommern öffnet sie ab März 2010 ihre Türen für alle Alpinisten. Das innovative Gebäude mit dem Spitznamen "Bergkristall" verfügt über 120 Plätze und versorgt sich zu über 90 Prozent selbst mit Energie.

Es wird der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) auch weiterhin als Forschungsobjekt in den Bereichen Energie- und Gebäudetechnik dienen.

Für den Schweizer Alpen-Club (SAC) ist der Bau der Neuen Monte Rosa-Hütte ein Meilenstein: Die neue Hütte auf 2883 Metern Höhe am Fuß der Dufourspitze ist ein einzigartiges futuristisches Gebäude geworden.

Eingehüllt in eine glänzende Aluminiumhülle und mit einer spiegelnden Photovoltaikanlage versehen, bekam sie schnell den Spitznamen "Bergkristall" oder "Glänzling". Nach einer Planungszeit von rund sechs Jahren und einer Bauphase von zwei Sommern wurde die "Hütte der Zukunft" oberhalb von Zermatt im September 2009 von Vertretern der ETH Zürich und des SAC eröffnet. Im März 2010 öffnet sieihre Tore für Alpinisten, die dann nicht nur ihre außergewöhnliche Architektur, sondern auch einen atemberaubenden Blick auf das Matterhorn genießen können.

In der Neuen Monte Rosa-Hütte ist Platz für 120 Gäste. Die Hütte versorgt sich zu über 90 Prozent selbst mit Energie.

Im Gelände aufgestellte Solarkollektoren gewinnen solare Wärme. Damit wird einerseits Warmwasser erzeugt und andererseits die Zuluft der Lüftungsanlage erwärmt, um die Räume zu heizen. Das während nur weniger Monate im Jahr anfallende Schmelzwasser wird in einer Kaverne gesammelt und gespeichert. So profitieren die Gäste von wassergespülten Toiletten und vier Warmwasserduschen. Eine Mikrofilteranlage auf bakterieller Basis reinigt die Abwässer; das so genannte Grauwasser wird für die Toilettenspülung und zum Waschen wiederverwendet.

Auch wenn sie den normalen Gästebetrieb aufgenommen hat, wird die Monte Rosa-Hütte der ETH Zürich weiterhin als Forschungsobjekt in den Bereichen Energie- und Gebäudetechnik dienen. Denn der hohe Grad der Energieautarkie kann nur durch das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten sowie ein ausgeklügeltes Energiemanagement erreicht werden. So soll eine Software, die an der ETH Zürich entwickelt wird, die Haustechnik der Neuen Monte Rosa-Hütte steuern. Das Projekt mit seiner Kombination aus hervorragender Architektur und wegweisender Technologie leitet ein neues Kapitel im nachhaltigen Bauen ein. Die ETH Zürich will an diesem Beispiel die gelungene Verknüpfung von ausgezeichneter Architektur mit Nachhaltigkeit und modernster Technologie zeigen.

Die Kosten der Neuen Monte Rosa-Hütte belaufen sich auf rund 6,5 Millionen Schweizer Franken. Neben dem SAC und der ETH Zürich haben sich zahlreiche Gönner und Sponsoren an der Finanzierung beteiligt. Ohne deren Unterstützung hätte das ehrgeizige Projekt nicht realisiert werden können.

Quelle: Pressemeldung Schweiz Tourismus

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